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MRSA Seit mehreren Jahren ist weltweit eine Zunahme von multiresistenten Krankheitserregern zu beobachten. Bedingt durch die Einführung antibiotisch wirksamer Substanzen in die Medizin, die eine erfolgreiche Therapie vieler bakterieller Infektionskrankheiten ermöglichte, kam es durch ihre breite Anwendung bald auch zu Resistenz und Multiresistenz gegen verschiedene Antibiotika. Staphylococcus aureus zählt zu den häufigsten Erregern von bakteriellen Infektionen. Besiedlungsorte sind die Haut und die Schleimhaut von Menschen und von Tieren. Die normale Besiedlung hat keinen Krankheitswert, es handelt sich um ein harmloses Bakterium, das aber unter bestimmten Voraussetzungen auch sehr gefährlich werden kann. Staphylococcus aureus ist bei vielen Menschen als Besiedler" von Haut und/oder Schleimhäuten anzutreffen. Bei ca. 30% der gesunden Menschen lassen sich diese Keime, z.B. aus dem Nasenvorhof durch Abstrichuntersuchung, nachweisen. Im Normalfall sind Staphylococcus Aureus - Infektionen gut behandelbar, jedoch haben einige Staphylococcenstämme Resistenzen gegen Antibiotika (Oxacillin bzw. Methicillin = ORSA / MRSA) entwickelt. Leitlinie zur Prävention und Kontrolle von MRSA im Haus Westfalenhöhe" Hinweis: Diese Leitlinien dienen als grobe Richtlinien und sollten entsprechend auf den individuellen MRSA - Fall abgestimmt werden. Information MRSA - Bewohner Anlage: Informationsblatt für Bewohner / Patienten mit MRSA in Alten- und Altenpflegeheimen (in: Studie zum Vorkommen vom MRSA in Alten- und Altenpflegeheimen; Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW, Dezernat Krankenhaushygiene, 2002, Seite 38) Hinweise für Angehörige und Besucher Gesunde Familienmitglieder, auch Kinder, Mitbewohner und Besucher können alltägliche soziale Kontakte mit MRSA - Trägern pflegen. Körperkontakte wie Anfassen und Umarmen stellen keine Gefahr dar. MRSA - Hygieneplan Der Hygieneplan basiert auf die Veröffentlichungen des Landesinstitut für den Öffentlichen Gesundheitsdienst NRW, Dezernat Krankenhaushygiene 8/2001. Allgemeine Maßnahmen -Das Personal und die behandelnden Ärzte müssen über MRSA informiert sein. -Nur eingewiesenes, informiertes Personal soll MRSA positive Bewohner betreuen. -MRSA - Nachweis im Krankenhaus ist dem Pflegeheim und dem Hausarzt mitzuteilen. -Wird ein MRSA- Träger in ein Krankenhaus eingewiesen, ist der behandelnde Krankenhausarzt zu informieren. Auch bei Verlegung vom Mitbewohnern eines MRSA- Trägers ist dies zu empfehlen. -Rettungs- und Krankentransportdienste sind darüber zu informieren, dass ein MRSA- Infektionstransport stattfindet. Unterbringung von Bewohnern mit MRSA -Prinzipiell ist eine Isolierung von Bewohnern mit MRSA wie in einem Krankenhaus nicht erforderlich. -MRSA- besiedelte Bewohner ohne offene Wunden und ohne invasive Maßnahmen können ein Zimmer mit anderen Bewohnern teilen, wenn diese ebenfalls keine offenen Wunden und invasive Maßnahmen haben. Eine Teilnahme am Gemeinschaftsleben ist ohne Einschränkung möglich. Sie sollten angeleitet werden, sich gründlich die Hände zu waschen, insbesondere vor dem Essen, nach dem Toilettengang, sowie regelmäßig zu duschen oder zu baden. Darüber hinaus ist die Durchführung der hygienische Händedesinfektion Mittel der Wahl! -MRSA- positive Bewohner mit offenen Wunden (Dekubitus, Ulcus cruris, Op- oder anderen Wunden), Katheter, Sonden, Tracheostoma, schwere Atemwegsinfektionen sollten in einem Einzelzimmer untergebracht werden. Eine eigene Nasszelle ist wünschenswert. Alle Einrichtungsgegenstände sollten gut desinfizierbar sein. Ist eine Einzelunterbringung nicht möglich, dürfen Sie nicht ein Zimmer teilen mit Bewohnern mit ebenfalls offenen Wunden (Dekubitus, Ulcus cruris, Op- oder anderen Wunden), Katheter, Sonden, Tracheostoma, schwere Atemwegsinfektionen. -Eine Zusammenlegung mehrer MRSA- Träger ist möglich. -Pflegerische Tätigkeiten dürfen nur im Zimmer durchgeführt werden, möglichst nach dem alle anderen Mitbewohner versorgt wurden. Mobile Bewohner können am Gemeinschaftsleben teilnehmen, wenn Hautläsionen verbunden und gut abgedeckt sind Die Harnableitung muss über ein geschlossenes System erfolgen. Therapie / Sanierung von Bewohnern mit MRSA -Grundsätzlich steht die Abwägung des Einzelfalles, z.B. hinsichtlich der Erfolgsaussichten einer Therapie, im Vordergrund. Grundlage sollte eine genaue Situationsanalyse durch den Bewohner, dem zuständigen Arzt, dem Pflegepersonal und den Angehörigen sein. -In der Regel werden nach der Krankenhausentlassung keine speziellen Therapiemaßnahmen nötig sein. -Eine im Krankenhaus begonnene Therapie oder eine Sanierung mit Turixin- Nasensalbe soll nach genauer Anweisung des Krankenhauses unter ärztlicher Kontrolle zu Ende geführt werden. -Sanierungsmaßnahmen (3 tägiger Sanierungszyklus mit Mupirocin- Nasensalbe (Turixin®), Ganzkörperwaschung incl. Haarwäsche mit antiseptisch wirkenden Seifen sind nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt im Hinblick auf eine spätere Krankenhauseinweisung und die Verbreitungsgefahr im Heim empfehlenswert. Hygieneverhalten bei Auftreten von MRSA Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen sich strikt an die Grundregeln der Hygiene halten, Händewaschen und Händedesinfektion sind die wichtigsten Maßnahmen zur Verhinderung der Weiterverbreitung von MRSA. Eine hygienische Händedesinfektion ist vor und nach jeder Tätigkeit mit engem körperlichen Kontakt, möglichst bei allen Bewohnern, unbedingt aber bei bekannten MRSA- Trägern nach möglicher Kontamination mit Körpersekreten, Ausscheidungen und nach dem Ausziehen von Einmalhandschuhen sowie vor dem Verlassen des Zimmers durchzuführen. Schutzkleidung - Einmalhandschuhe sind bei der Versorgung von Wunden, Tracheostoma, Kathetern, Sonden usw. anzulegen. Sie werden danach sofort - vor weiteren Tätigkeiten im Zimmer - ausgezogen und entsorgt. Anschließend ist eine hygienische Händedesinfektion durchzuführen. Beim Waschen der Bewohner mit antiseptisch wirkenden Seifen müssen keine Einmalhandschuhe getragen werden. - Schutzkittel / Einmalschürzen sind bewohnerbezogen bei der Wund-, Katheter-, Sonden-, Tracheostomapflege, sowie bei Kontakt mit Körpersekreten anzulegen. Die Schutzkleidung wird vor Verlassen des Zimmers ausgezogen; sie verbleibt im Zimmer. Anschließend wird eine hygienische Händedesinfektion durchgeführt. Die Schutzkleidung wird täglich gewechselt, bei sichtbarer Kontamination sofort. |
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Weitere Informationen: Dipl. Pflegewiss. Stefan Weber Pflegedienstleitung Fachkrankenpfleger für Intensiv- und Anästhesiemedizin Telefon: 0 27 63 / 91 43 - 11 | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| e-Mail : | weber@haus-westfalenhoehe.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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